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Amtliche Bekanntmachung - Bodenkundliche Voruntersuchungen - TenneT

Meldung vom 24.08.2018

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TenneT informiert:       
Bodenkundliche Voruntersuchungen für das Projekt SuedOstLink
Durchführung im Markt Regenstauf ab 10.9.2018 bis 26.10.2018

Das Projekt SuedOstLink ist eine geplante Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Leitung (HGÜ), die zwischen den Netzverknüpfungspunkten Wolmirstedt bei Magdeburg und Isar bei Landshut verläuft. Die rund 580 km lange Erdkabel-Leitung ist im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) vom Dezember 2015, zuletzt geändert durch Art. 12 G vom 26.7.2016, als Vorhaben Nr. 5 gesetzlich verankert. Das Vorhaben befindet sich seit März 2017 im formellen Genehmigungsverfahren, der sogenannten Bundesfachplanung.

SuedOstLink wird nach den Maßgaben des BBPlG als Erdkabel geplant. Im existierenden
Korridornetz stellen 15 Bereiche eine besondere Herausforderung dar, da sie eine Querung
vorhandener Infrastruktur und/oder Gewässer bedeuten. Innerhalb der 15 Querungsbereiche
werden daher Voruntersuchungen der Bodenbeschaffenheit durchgeführt. Die jetzt anstehenden Bodenuntersuchungen dienen dazu, die bodenphysikalischen Eigenschaften
zu prüfen, um die Eignung dieser Bereiche für den Trassenverlauf beurteilen zu können. TenneT wird im Zeitraum vom 10. September 2018 bis 26. Oktober 2018 Baugrundunter-suchungen durchführen.

Beauftragte Firma
GMP Geotechnik GmbH & Co KG führt in Kooperation mit Terrasond GmbH & Co. KG
die Arbeiten im Auftrag der TenneT TSO GmbH durch.

Vermessungsarbeiten
Zu der Bodenuntersuchung gehört eine Vermessung sowie Auspflockung des Bohrpunktes.
Vor Ort werden Straßen, Zuwegungen, Flächen und Bauwerke zur Feststellung des Ist-Zustandes aufgenommen. Im Rahmen der für die Baugrunduntersuchung erforderlichen
Vorbereitungen (Planung und Vermessung) sind Mitarbeiter/innen mit PKW, per Rad oder zu Fuß unterwegs und werden ggf. zeitlich begrenzt Markierungen setzen, wodurch keine Schäden an Fluren und Wegen entstehen. Baumaschinen werden bei diesen Maßnahmen
nicht eingesetzt.

Art und Umfang der Voruntersuchungen
Vorgesehen sind Methoden zur Ermittlung der Lagerungsdichte und Entnahmen von
Bodenproben mit sogenannten Rammkernbohrungen.

Die Sondierung erfolgt mit einer Sondierraupe (kleines Kettengerät, Gesamtgewicht ca.
1.100 kg, Länge ca. 2,40 m, Breite ca. 0,8 m, Höhe ca. 1,50 m im Fahrbetrieb, ca. 3,10 m im Sondierzustand).

Die Bohrung wird mit einem kombinierten Ramm- und Drehbohrgerät (Allrad-Fahrwerk,
Gesamtgewicht ca. 18.000 kg, Länge ca. 8,20 m, Breite ca. 2,50 m, Höhe ca. 4,00 m im
Fahrbetrieb, ca. 9,00 m im Bohrzustand) oder im Ausnahmefall mit einem kombinierten
Ramm- und Drehbohrgerät mit Raupenfahrwerk (kleines Kettengerät, Gesamtgewicht ca. 14.000 kg, Länge ca. 6,10 m, Breite ca. 2,00 m, Höhe ca. 2,90 m im Fahrbetrieb, ca. 8,50 m im Bohrzustand) ausgeführt. Dabei werden schwere Rammsondierungen und Kernbohrungen mit einem Durchmesser von ca. 150 – 200 mm durchgeführt. Die Bohrungen
reichen bis zu einer Tiefe von etwa 10 bis 25 Metern. Anschließend werden die Bohrlöcher wieder verfüllt. Die Sondierungen nehmen ungefähr einen halben Tag und die Bohrungen ca. 1 – 2 Tage in Anspruch.

Das Bohrgerät fährt entweder selbst oder wird auf einem Tieflader antransportiert, soweit dies auf den vorhandenen Feldwegen möglich ist. Die Bohrpunkte werden dadurch auf dem kürzesten Weg mit den geringsten Beeinträchtigungen angefahren. Der Transporter verbleibt am Feldrand. Im Falle von behördlichen Auflagen werden ökologische Baubegleitung, archäologische Baubegleitung, Einsatz von Baggermatten, archäologische Untersuchungen oder ähnliches durchgeführt.

Nutzung von Grundstücken
Für die Arbeiten müssen private Grundstücke sowie landwirtschaftliche Wege betreten und befahren werden. Sollte es trotz aller Vorsicht zu Flurschäden kommen, werden die entstandenen Schäden durch TenneT bzw. durch die oben genannten Firmen in voller
Höhe entschädigt. Im Falle von behördlichen Auflagen werden ökologische Baubegleitung,
archäologische Baubegleitung, Einsatz von Baggermatten, archäologische Untersuchungen
oder ähnliches durchgeführt.

Bekanntmachung und Termine
Der zeitliche Ablauf der Vorarbeiten hängt von äußeren Umständen ab, zum Beispiel von
örtlichen Gegebenheiten und wetterbedingten Bodenverhältnissen. Die voraussichtliche
Dauer der Untersuchungen auf den betroffenen Grundstücken sowie der voraussichtliche
Beginn dieser ergeben sich aus der beigefügten Flurstückliste und den zugehörigen Planunterlagen.

Die Veröffentlichung erfolgt im Amtsblatt des Marktes Regenstauf und kann zudem beim
Bauamt des Marktes Regenstauf während der Dienstzeiten zu den Öffnungszeiten  eingesehen werden.

Die Berechtigung zur Durchführung der Vorarbeiten ergibt sich aus § 44 Absatz 1 Satz 1
des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Mit einer ortsüblichen Bekanntmachung werden
den Eigentümern und sonstigen Nutzungsberechtigten die Vorarbeiten als Maßnahme
gemäß § 44 Absatz 2 EnWG mitgeteilt. Darüber hinaus informiert TenneT alle betroffenen
Eigentümer persönlich über die anstehenden Maßnahmen.

Weitere Informationen finden Sie unter Mehr zum Thema.

Ansprechpartnerin für Ihre Fragen
Für Fragen und Mitteilungen stehen wir gerne zur Verfügung.
Carolin Kürth
Referentin für Bürgerbeteiligung
Tel.: 09 21 / 5 07 40-43 68
E-Mail: suedostlink@tennet.eu
Näheres zum Projekt und Planungsstand finden Sie hier:
www.tennet.eu/de/SuedOstLink

 

 

 


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